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Vorurteile wie „das ewige Ost-West-Ding, alles Platte“ haben Jonas, 21 Jahre alt, nicht davon abgehalten, von Göttingen nach Magdeburg zu ziehen, um European Studies zu studieren. Vor dem Studium hat er einen einjährigen Freiwilligendienst in Mexico absolviert. Dort hat er viel über seine Stärken und Schwächen gelernt und was sich wirklich hinter dem Begriff Zusammenarbeit versteckt. Für seine eigene Zukunft könnte er sich deshalb vorstellen, in die Richtung Migrations- und Integrationspolitik zu gehen, denn: „um gesellschaftliche Situationen zu verbessern, muss man nicht ins Ausland gehen. Es gibt auch Ausländer in Deutschland, denen es schlecht geht.“ Davor möchte er aber erst für eine Weile in der Türkei leben oder studieren. Kennengelernt hat er das Land bereits, als er mit seinen Eltern für zwei Jahre in Istanbul gelebt hat. In Magdeburg zu bleiben, kann er sich momentan noch nicht vorstellen. Den Reiz der Stadt hat er für sich trotzdem entdeckt, auch wenn er seinen ersten Eindruck als trist und klobig beschreibt. „Man muss der Stadt erst einmal eine Chance geben. Vieles versteckt sich unter der Oberfläche.“

„Studenten in Magdeburg“ Menschen in entscheidenden Lebensphasen
Horea Conrad, Magdeburg 2010